Workshop 2007

Turner stärken das Wir-Gefühl

Jörg Büsche, Quelle: http://www.suedkurier.de, 27.09.2007

Wohin will sich der Turnverein Markdorf (TVM) in Zukunft entwickeln? Das ist die Leitfrage, die der TVM sich nun bei seiner "Zukunftswerkstatt" in Altglashütten am Fuße des Feldbergs gestellt hat. Ein intensives Wochenende lang erörterte die Führungsebene des inzwischen auf über 1250 Mitglieder angewachsenen Vereins, welche Weichenstellungen nötig werden - insbesondere im Bereich der Jugendarbeit sowie des Gesundheits- und Seniorensports.

Kurt und Agnes stellen Konzept vor
Hier werden neue Programme entwickelt: Agnes Schröder und Kurt Rogalla präsentieren die ersten Konzeptentwürfe von der Zukunftswerkstatt des TV Markdorf in Altglashütte. Bild: Büsche

Markdorf - Wieder waren es Eberhard Blank und Albert Hagel, die das Arbeitstreffen in Altglashütte moderierten. Die beiden Vereinsberater von der Sportakademie hatten bereits bei der letzten Klausur vor fünf Jahren in Bartholomä wichtige Impulse gegeben. Das erklärte Kurt Rogalla, Vorsitzender des TV Markdorf am Dienstagabend bei der Pressekonferenz in der Geschäftsstelle des Turnvereins. Auch sie ist übrigens ein Ergebnis der Tagung von 2002. Der Professionalisierungsschub, der seither nicht nur im Organisatorischen eingetreten ist, habe das Moderatorenteam überaus zufrieden gestellt, so Rogalla.

"Wo liegen weitere Potentiale?", formulierte Vizevorsitzende Agnes Schröder die Hauptfragestellung der Altglashüttener Klausur. "Bei deutlich über 1000 Mitgliedern ist es angesagt, über die Führungsstruktur nachzudenken", erläuterte Agnes Schröder. Was lässt sich ausschöpfen, damit der Vorstand entlastet werden kann. "Vielen ist gar nicht bewusst", erklärte Kurt Rogalla, "wie wichtig die durch ehrenamtliches Engagement gesammelten Erfahrungen gerade im Berufsleben sein können." Ein Einsatz auf der Leitungsebene eines Vereins biete so über das rein Sportliche hinausführende Chancen.

Zu den weiteren Resultaten der Klausur gehört, dass der TV Markdorf in Zukunft noch mehr als ohnehin schon auf die Stärkung des vereinsinternen Wir-Gefühls achten wird. Die Bindung an den Verein soll sich nicht auf den Zusammenhalt in den einzelnen Abteilungen beschränken, sondern auf den gesamten Verein erstrecken. Insbesondere bei den Jugendlichen sieht Kurt Rogalla hier Möglichkeiten - etwa durch gemeinsam gestaltete Freizeit.

Auf Jugendliche zugehen will der Verein auch im Internet. "Es ist erstaunlich, wie intensiv die Vereinsinformationen dort gerade von jungen Menschen genutzt wird", so Rogalla. Der TV Markdorf zog daraus die Konsequenz, seinen Web-Auftritt noch auszubauen und für Jugendliche noch attraktiver zu machen. In gleiche Richtung geht der Beschluss, seine Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren.

Wie die Markdorfer Turner die Attraktivität ihres Programms künftig noch steigern, verrieten die Vorstände vorerst nicht. Sicher ist nur soviel: Seit Altglashütten arbeiten verschiedene Projektteams an neuen Konzepten. Und, dass der TV Markdorf dabei mit finanziellen Hilfen aus EU-Kassen rechnen darf, motiviert sie noch zusätzlich.

Arbeitsgruppe
Alle machen mit beim Schmieden von Zukunftsplänen.